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Call for Abstracts - EbM-Kongress 2010 in Salzburg

Die 11. Jahrestagung des Deutschen Netzwerkes Evidenzbasierte Medizin in Kooperation mit dem "Forum Medizin 21" der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg beschäftigt sich im Februar 2010 mit dem Thema "EbM - ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?" und knüpft damit an zentrale Themen des diesjährigen Kongresses an, in dem der Umgang mit der medizinischen Informationsflut, dem ökonomischen Druck in Gesundheitssystemen und die Auswirkungen von beidem auf die Arzt-Patient-Beziehung im Mittelpunkt standen.

Abstracteinreichung


"EbM - ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?"
Kann die evidenzbasierte Medizin Lösungsansätze für den Umgang mit Informationsflut und ökonomischen Zwängen anbieten? Und wie wirkt sich EbM auf die Arzt-Patient-Beziehung aus? Auf der einen Seite ist eine adäquate Patientenversorgung ohne EbM nicht mehr denkbar, auf der anderen Seite bestehen ihr gegenüber zahlreiche Vorbehalte und Missverständnisse. Was genau ist eigentlich evidenzbasierte Medizin? Wie viel Raum lässt sie für Empathie oder gar für ganz "unwissenschaftliche" ärztliche Intuition? Kann der Computer den Arzt ersetzen, weil er - ungleich besser als das menschliche Gehirn - Behandlungsabläufe nach klar definierten Schemata an eine Symptomatik anzupassen vermag? Kann EbM - im Sinne des EbM-Begründers David Sackett verstanden - dazu beitragen, Vertrauen und Transparenz in der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient zu schaffen oder ist sie dabei hinderlich?

Und da die 11. EbM-Jahrestagung erstmals in Österreich stattfindet, wollen wir der Frage nachgehen, welche Rolle EbM in Österreich spielt, ob und welche Unterschiede es zu anderen deutschsprachigen Ländern gibt und wie sich verschiedene Gesundheitssysteme auf die Anwendung von und den Umgang mit EbM auswirken.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre wissenschaftlichen Beiträge zu folgenden Themenschwerpunkten einzureichen:

1. EbM in der Arzt-Patient-Beziehung

  • EbM in der Arzt-Patient-Beziehung (Bedrohung, Notwendigkeit, Gewinn?)
  • Patienteninformation und Patientenkompetenz (z. B. Schulungen, evidenzbasierte Patienteninformation)
  • Professionelles Lernen: Aus-, Weiter- und Fortbildung
  • EbM und ärztliche Intuition

2. EbM in Österreich / im deutschsprachigen Raum

  • EbM und Recht
  • EbM für Gesundheitssystementscheidungen
  • EbM in Österreich

3. EbM und Interessenskonflikte

  • Forschungssynthesen als Unterstützung der gemeinsamen Entscheidungsfindung
  • Aktuelle methodische Entwicklungen (z. B. Registerstudien)
  • Interessenskonflikte (und Integrität der Wissenschaft)
  • EbM und die Praxis - Leitlinien
  • EbM und Gender Mainstreaming

Letzte Aktualisierung: 02.06.2011

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