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21.04.2012 - 27.04.2012, Europäische Impfwoche

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Vorbeugen - Schützen - Impfen

– Unter diesem Motto findet die Europäische Impfwoche 2012 statt.1 Die Einführung von Impfungen ist eine der erfolgreichsten medizinischen Interventionen überhaupt. So kann die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten vermieden werden und viel Leiden, Behinderungen und Todesfällen vorgebeugt werden.2

Durch Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Masern werden jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle in allen Altersgruppen verhindert. Obwohl die globalen Immunisierungsraten stetig ansteigen, sterben pro Jahr aber noch immer über eine Million Kinder an durch Impfungen vermeidbaren Erkrankungen -  vor allem Pneumokokken- und Rotavirusinfektionen.3

Erste große Impferfolge sind in der Europäischen Region der WHO zu verzeichnen: 2002 wurde diese Region als poliofrei eingestuft4 und die Zahl der Masernerkrankungen ist in den letzten zehn Jahren um mehr als 90% zurückgegangen. Dennoch erhalten etwa 650.000 Kinder in der Europäischen Region die erste Dosis des Masernimpfstoffes nicht.
Viele Infektionskrankheiten werden durch die effektiven Immunisierungen so selten und unbekannt, dass der Eindruck entsteht, diese Impfungen seien zu vernachlässigen.5

In Deutschland kann jeder für sich selbst oder seine Kinder einer Impfung zustimmen oder diese ablehnen. Impfkritiker weisen insbesondere auf deren Risiken hin.6 Obwohl keine Schutzimpfung vollständig frei von Nebenwirkungen ist, sind gesundheitlich bedeutsame Impfkomplikationen sehr selten. Sie können aber unter Umständen für den einzelnen Betroffenen gravierend sein. Daher ist die Aufklärung über das Risiko von Impfnebenwirkungen ebenso wichtig wie die Aufklärung über das Risiko, das man eingeht, wenn nicht geimpft wird – dieses ist ein weitaus größeres.7

Um auf die Bedeutung des Impfens aufmerksam zu machen, steht das Thema auch im Fokus der Präventionsinitiative der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Ziel ist es, die Akzeptanz von Schutzimpfungen in der Bevölkerung zu steigern und somit die Durchimpfungsraten zu erhöhen. 8

 

Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 21.04. bis 27.04.2012 hat die Arztbibliothek aktuelle und hochwertige Informationen als "Thema des Monats" zusammengestellt.

Sie finden die Informationen zum Thema des Monats auch in patientengerechter Sprache auf Patienten-Information.de.


Quellen:

1 Internetseite WHO, Regional Office for Europe: Vaccines and immunization

2 Internetseite WHO: Immunization, Vaccines and Biologicals

3 WHO. Immunization Monitoring: Global Immunization Data. 03/2012

4 Internetseite Niedersächsisches Landesgesundheitsamt: Das WHO-Projekt Polio-Eradikation in der Bundesrepublik Deutschland

5 WHO, Regional Office for Europe. Informationen zur Europäische Impfwoche. 12/2012

6 Robert Koch-Institut. Schutzimpfungen – 20 Einwände und Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts

7 Robert Koch-Institut. Risiko des Impfens und das noch größere Risiko, nicht geimpft zu sein. 04/2002

8 Internetseite der KBV: Prävention

Last update: Apr 20, 2012

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