Pressemitteilung zum Buch "S3-Leitlinie Methamphetamin-bezogene Störungen"

Erstmals liegen evidenzbasierte Empfehlungen zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Betroffenen mit Methamphetamin-bezogenen Störungen vor.

Bislang gab es in Deutschland und international keine evidenzbasierten medizinischen Behandlungskonzepte für Patienten mit einer Methamphetamin-bezogenen  Störung. Das medizinisch-therapeutische Wissen beschränkte sich weitestgehend auf Erfahrungsberichte und Einzelfallstudien. Um den Berufsgruppen im Gesundheitswesen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Methamphetamin-intoxikierten oder -abhängigen Patienten zu geben, hat das Bundesministerium für Gesundheit die Bundesärztekammer beauftragt, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Diese wurden mit einem interdisziplinär besetzten Expertenpanel entwickelt, an dem neben ärztlichen und psychotherapeutischen Fachgesellschaften auch Vertreter der Pflege, Sozialarbeit und Selbsthilfe beteiligt waren.

Für die Erstellung wurde die gesamte international verfügbare wissenschaftliche Literatur zu dem Thema gesichtet und ausgewertet. Aus den Ergebnissen wurden insgesamt 135 Empfehlungen insbesondere für die Akut- und Postakutbehandlung sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen und speziellen Patientengruppen, wie Schwangeren, abgeleitet.

Die Leitlinie richtet sich an alle Berufsgruppen in der ambulanten und stationären Suchthilfe, wie Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Pflegepersonal, sowie an Selbsthilfeorganisationen und Kooperationspartner der Ärzteschaft wie Kostenträger.


Weitere Informationen über die Internetseite www.crystal-meth.aezq.de

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zuletzt verändert: 13.01.2017 08:37